Mit der Nachtwächterin durch Dettelbachs Gassen.

"Vorsicht, lichtscheues Gesindel"

Ein kleines verträumtes Städtchen mit einer nahezu vollständig erhaltenen Stadtmauer schmiegt sich an einen Hang des Maines, Kirchtürme ragen daraus hervor, mittelalterliche Fachwerkhäuser kokettieren mit Fassaden der Barockzeit und der Renaissance um die Wette. „Hier braucht es keine überbordende Phantasie, um eine Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen“, schmunzelt Alice Schiller, seit vielen Jahren Gästeführerin in Dettelbach. 

 

„Eigentlich war der Beruf des Nachtwächters Männern vorbehalten, aber wenn der Mann krank wurde, konnte oder musste seine Frau ihn vertreten“, erzählt sie weiter. Wenn es dunkel wurde, hatte der Nachtwächter innerhalb der Stadtmauern seine Runden zu drehen, nach eventuellen Feuerstellen oder Halunken Ausschau zu halten, Sperrstunden zu kontrollieren und vieles mehr. Zu Alice Schillers Nachtwächteroutfit gehören

neben den historischen Gewändern ein breitkrempiger Hut und ein Respekt einflößender Speer. 

„Natürlich habe ich bei meinen Führungen eine Menge Anekdoten zu erzählen. Man glaubt ja gar nicht, wie die Menschen damals gelebt haben!“ 

 

"Und das dann auch noch in unserem wunderschönen Altstadtkern machen zu können, empfinde ich als echtes Geschenk. Am Ende sind meine Gäste fast ein bisschen verliebt in Dettelbach, so wie ich das in meine Wahlheimat eben auch bin.“

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