"Kunst und Geist der Gotik" in Gerolzhofen

Die geistigen Wurzeln Frankens

Klaus Vogt, Redaktionsleiter der örtlichen Tageszeitung, ist in seiner Freizeit Gästeführer und ehrenamtlicher Leiter des Museums in der Johanniskapelle. Das Museum wurde vom Kunstreferat der Diözese Würzburg, damals noch unter der Leitung von Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, konzipiert und 2006 in der spätgotischen ehemaligen Friedhofskapelle nördlich der Stadtpfarrkirche eröffnet. „Das Thema hat mich fasziniert“, so Klaus Vogt. 

 

„Viele Menschen haben heute nicht mehr viel mit Kirche und Glauben am Hut“, erzählt er und schildert dabei die hoffnungslosen Lebenssituationen vergangener Zeiten. „Ärzte gab es kaum, Doktor Google und Wikipedia erst recht nicht. Man ist am faulen Zahn oder am Blinddarm gestorben“, so Klaus Vogt 

weiter. „Die Notwendigkeit, eine höhere Kraft um Hilfe anzurufen, weil einem 

ansonsten niemand mehr helfen konnte, war früher viel eher gegeben als heute.“

Absolut gelungen findet er dabei 

korrespondierende Sonderausstellungen 

zeitgenössischer Künstler, wie sie alljährlich von ihm in Zusammenarbeit mit dem Kunstreferat Würzburg organisiert werden. 

 

„Manchmal haben Menschen zu den alten Stücken keinen wirklichen Zugang, außer sie sind von so berühmten Künstlern wie Tilman Riemenschneider oder Hans Schäufelin, die natürlich in unserem Museum Publikumsmagnete sind. Moderne Werke als Kontrast zu gotischen sorgen oftmals für einen geistigen Perspektivwechsel. Sie laden ein, sich mit dem Leben gestern und heute auseinanderzusetzen.“

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