Auf den Spuren des Dettelbacher Mundartdichters Joseph Kram

Vom "Schulzamalia" bis zum Matterla

Man merkt Karlheinz Reinlein seine Freude über den Joseph-Kram-Dichterweg, der sich durch die romantischen Gassen Dettelbachs schlängelt, förmlich an. Fränkische Mundart-Gedichte sind seit langem sein Steckenpferd, und gerade die Gedichte von Joseph Kram (1853 - 1874) haben es ihm angetan. Und so war es Karlheinz Reinlein ein Anliegen, mit der Installation des Joseph-Kram-Wegs diesen außergewöhnlichen Dettelbacher Dichter zu ehren, der 1874 im Alter von 21 Jahren verstarb; drei Monate vor Erscheinen des ersten Gedichtbandes, dessen Druck bereits in Auftrag gegeben worden war. „Mit seiner ausgeprägten Beobachtungsgabe hat er dem Volk auf‘s Maul geschaut“, so Karlheinz Reinlein. „Er wusste was die Bauern fühlen, wünschen, lieben. Viele

Gedichte haben inhaltlich einen Bezug zum jeweiligen Aufstellungsort. Mit etwas Fantasie kann man sich vorstellen, dass der Dichter genau hier das Gedicht geschrieben haben könnte.“

 

Unterstützt wurde Karlheinz Reinlein bei der Umsetzung seines Vorhabens von seinem Vater Karl und der Dettelbacherin Christel Kammerer, die beide die Gedichte in der heimatlichen Mundart vortragen.

Nicht persönlich natürlich, sondern in Videosequenzen, die man mittels Handy und einzuscannendem QR-Code an den einzelnen Stationen anschauen und anhören kann. Dankenswerterweise läuft in

den Videos gleichzeitig eine schriftliche hochdeutsche Übersetzung, was es den Gästen Dettelbachs leichter macht, die malerische Altstadt, multimedial verknüpft, mit den Gedichten an den einzelnen Stationen, zu erkunden. An der ersten Station im Rathausbogen finden sich informative Folder mit zahlreichen Informationen und einer Skizze der Wegstrecke.

 

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