mit Dr. Albert Fuß das Altarbild von St. Augustinus in Dettelbach entschlüsseln.

Kirchengeschichte neu erleben

„Triegel malt wie Raffael, denkt wie Nietzsche, glaubt wie Papst Franziskus und könnte ein Kind von Salvador Dalí sein.“ Kunst, Philosophie und Symbolik vereinen sich im Altarbild der Dettelbacher Stadtpfarrkirche. Das dreiflügelige Retabel des Leipziger Malers Michael Triegel ist die Krönung der 2011 abgeschlossenen Umgestaltung des Kirchenraums.

 

St. Augustinus erhebt sich über den historischen Stadtkern und ist einer von Dr. Albert Fuß’ Lieblingsorten. Seit seiner Pensionierung begleitet er Gäste durch die Gassen und Geschichte seiner Wahlheimat. Als zugelassener Führer der Uffizien kennt er die Werke der Alten Meister und zieht bei Triegel Parallelen zum florentinischen Manierismus.

Vom Lebemann zum Gläubigen bekehrt, lehrt Stadtpatron Augustinus die Synthese von Glauben und Erkenntnis. Der Altar illustriert seinen Werdegang. Augustinus’ Bedeutung für Dettelbach offenbart sich im Bildzentrum in Form des Pilgerstabs, den er als Zeichen der Wallfahrt in Händen hält. Für seine drei Lebensalter porträtierte der Künstler sich selbst. „Triegel erhält viele kirchliche Aufträge, dabei gibt er in seinen Werken keine Antworten, sondern wirft mehr Fragen auf“, meint Dr. Fuß. Etwa in der Legende vom Kind, das das Meer mit einer Muschel ausschöpft. Das Kind erklärt Augustinus, er tue dasselbe, wenn er mit seinen Gedanken die Unergründlichkeit Gottes erforscht. Der Altar von Dettelbach steckt voller Bilderrätsel und Verweise!

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